Zeugenaufruf – Naturschutzfläche vernichtet
In den vergangenen Wochen konnten die Naturpaten Hahnheim viel Positives über die gemeinsame Arbeit von Gemeinde und Ehrenamtsgruppe berichten.
Nun müssen wir leider die Öffentlichkeit darüber informieren, dass innerhalb der vergangenen drei Tage die Naturschutzfläche Nr. 1001 (dort wo der Tisch und die Bänke der Landfrauen stehen) komplett mittels landwirtschaftlicher Mulchmaschinen vernichtet wurde.
Dort leben nach der FFH-Richtlinie besonders geschützte Eidechsen.
Wir hatten unter fachlicher Beratung in diesem Gelände teils vegetationsfreie, krautige Flächen, teils verbuschte Bereiche sowie Hochstauden angelegt als kleinteiliger Lebensraum.
Weiterhin wurden für Bienen und Hummeln ein Habitat mit einem Lehm/Sand Gemisch zum Bau von Brut- und Überwinterungshöhlen gebaut.
Dies hatte vier JahrE gut funktioniert, nun wurde alles zerstört und die Tiere wurden mutmaßlich getötet.
Der Schutzbereich ist durch ein Schild eindeutig gekennzeichnet.
Diese Tatsache stellt eine Straftat dar und wir bitten darum, dass sich eventuelle Zeugen bei mir als Beigeordneten melden.
Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wird gestellt.
Im Übrigen befürwortet der Bauern- und Winzerverein Hahnheim den Schutz der Eidechsen und hat sogar festgestellt, dass es sich um die besonders seltenen Zauneidechsen handelt. (siehe beiliegendes Schild). Hoffentlich kann aus dieser Berufsgruppe etwas zur Aufklärung beigetragen werden.
Gemeinsam mit der Ortsgemeinde Hahnheim werden wir Maßnahmen umsetzten, damit ein Befahren dieser Schutzzonen künftig nicht mehr möglich sein wird.
Danke für die Unterstützung.
Thomas Herzog
Beigeordneter