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31.03.2017 (20 Uhr)

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02.04.2017 (ab 9 Uhr)

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16.04.2017 (6 Uhr)

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16.04.2017 (6 Uhr)

Kath. Kirche
30.04.2017

Váralja besucht Hahnheim 2016


Besuch von Freunden aus Váralja

Partnerschaft – mal kulturell
von Karola Elter


„200 Jahre Rheinhessen“ – Mit diesem Jubiläum wurden auch die 39 Freunde aus der ungarischen Partnergemeinde Váralja konfrontiert, als sie vom 28.07. -31.07.2016 in Hahnheim weilten. Ortsbürgermeister Werner Kalbfuß und der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Roland Elter sowie viele Hahnheimer begrüßten die Gäste am Donnerstagabend im Hof des Gemeindezentrums. Ca. 100 Personen nahmen anschl. an dem Schnitzelbüffet teil, welches von unserer „Vereinswirtin“ Helga Dexheimer und ihrem bewährten Team hervorragend zubereitet war.

Am Freitag war Kultur und Sigthseeing angesagt. Zwei Busse mit 77 Fahrgästen starteten zur Fahrt nach Koblenz. Um den Gästen die Schönheiten des Mittelrheintals zu zeigen, fuhren wir die B9 am Rhein entlang, mit einem Trink-und Fotostop in St. Goar. Nach der Ankunft in Koblenz spazierten wir erst zum Deutschen Eck und anschl. in die Gaststätte „Zum alten Brauhaus“. Dort stärkten wir uns mit deftigem Essen und dem ein oder anderen Bierchen für den nächsten Programmpunkt: die Fahrt mit der Seilbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein. Während der Rheinüberquerung schüttete es wie aus Eimern. Als alle oben waren hörte der Regen zum Glück wieder auf und wir kamen trockenen Fußes zur Festung. Die imposante und weitläufige Befestigungsanlage diente schon seit dem 16. Jahrhundert der Abwehr von Feinden. Heute ist sie im Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz und beherbergt das Landesmuseum Koblenz, eine Jugendherberge sowie verschiedene Verwaltungsstellen. Zur Bundesgartenschau 2011 entstand auf dem Vorgelände ein schöner Landschaftspark. Nachdem alle den herrlichen Ausblick auf die Stadt, den Rhein, das Deutsche Eck mit dem monumentalen Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. und die Moselmündung genossen hatten ging es mit der Seilbahn wieder bergab. Nach einem kurzen Spaziergang an der Rheinpromende starteten die beiden Busse wieder Richtung Hahnheim.

Der Samstagvormittag stand unseren Gästen zur freien Verfügung. Einkaufen, Mainz besichtigen, Fahrrad fahren bis zu den Kängurus oder ein Spaziergang durch Hahnheim war angesagt. Nach dem Mittagessen in den Familien trafen wir uns an der Gemeindehalle. Dort hatte die Abteilung Bogenschießen des SC Hahnheim alles vorbereitet, um Jung und Alt, Groß und Klein die Kunst des Bogenschießens näher zu bringen. Ein fleißiges Helferteam hatte das Kuchenbüffet vorbereitet und ruck zuck waren alle Tische und Bänke besetzt. Kuchen, Kaffee und sonstige Getränke trugen schnell dazu bei, die beim Schießen verbrauchten Kraftreserven wieder aufzufüllen. Aber nicht nur Sport sondern auch Kultur stand an diesem Nachmittag auf dem Programm. Der Arbeitskreis Geschichte brachte den ungarischen Freunden das Thema „200 Jahre Rheinhessen“ näher. Walter Kissel und Georg Jünemann schilderten den Werdegang Rheinhessens in Vorträgen und Bildern. Alles wurde ins ungarische übersetzt von unserem Vorstandsmitglied Jolan Torma.

Am frühen Abend strömten alle in die Ev. Kirche zum Gottesdienst. Mark Herold aus Váralja begleitete den Gottesdienst musikalisch an der Orgel und Jolan Torma übersetzte die gelungene Predigt von Pfrn. Anne Waßmann-Böhm für die Gäste. Anschließend begaben wir uns zum Friedhof, um an den Gräbern der Vereinsmitglieder inne zu halten, die uns leider schon verlassen haben.
In der Gemeindehalle hatten zwischenzeitlich viele „gute Geister“ das üppige Salatbüffet hergerichtet. Auf dem Holzkohlegrill drehten sich 15 knusprig-braune Spießbraten und warteten darauf, von ca. einhundert Gästen verspeist zu werden. Nach der „Schlacht am kalt-warmen Büffet“ kam der gemütliche Teil des Abends. Natürlich hatten unsere ungarischen Freunde auch Gastgeschenke mitgebracht. Bürgermeisterin Èva Sziebert überreichte unserem Bürgermeister Werner Kalbfuß zwei wertvolle, handgearbeitete Tischdecken fürs „Váraljazimmer“ sowie mehrere Flaschen „Váraljawasser, die alle von verschiedenen Erzeugern aus unserer Partnergemeinde selbst gebrannt wurden. Außerdem hat uns Metzger Janos Attila Herold wieder leckeren Schinken und Salami mitgebracht, die am Jahresabschlussabend am 26.11.2016 aufgetischt werden.
Mit Musik und Tanz klang der Abend aus.

Am Sonntagmorgen hieß es schon wieder: Abschied nehmen. Im Hof des Gemeindezentrums wurde das Gepäck, die Verpflegung für die lange Fahrt sowie unzählige Kartons und Tüten mit Einkäufen im Bus verstaut. Auch einige Hahnheimer, die keine Gäste beherbergt hatten, waren gekommen um „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Schnell wurde noch das obligatorische Gruppenfoto gemacht und dann wurde umarmt, gedrückt und geküsst, was das Zeug hielt. Begleitet von Winken und Handküsschen rollte der Bus los, Richtung Autobahn. Nach 18 Stunden Fahrzeit (mit langen Staus) kamen unsere Freunde wieder wohlbehalten in Váralja an.
Die Ortsgemeinde Hahnheim und der Vorstand des Partnerschaftsvereins bedanken sich bei allen die in irgendeiner Weise dazu beigetragen haben, dass der Besuch für uns und unsere ungarischen Freunde wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt im Verein sind beispielhaft und lobenswert. Aber es muss zum Schluss auch noch erwähnt werden, dass, bis auf einige wenige Personen, nur Mitglieder des 115 Personen umfassenden Partnerschaftsvereins an den einzelnen Veranstaltungen teilgenommen haben. Die restlichen (ca. 1.500 ) Hahnheimer sind leider außen vor geblieben. Schade! Sie haben etwas versäumt.