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24.12.2017

Partnerschaft – lebendiger denn je




Partnerschaft – lebendiger denn je.

von Karola Elter

Am Abend des 28. September 2017 begaben sich 48 Personen aus Hahnheim und Umgebung auf die Reise nach Váralja. Die Vorfreude auf das Wiedersehen mit den ungarischen Freunden ließ die lange Fahrt erträglicher werden. Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr erreichten wir das Restaurant „Weiße Akazie“ in Pér, nahe Györ. Dort erwartete uns ein üppiges Frühstücksbüffet, welches nicht nur den Hunger sondern auch die Müdigkeit vertrieb. Gut gestärkt ging die Fahrt weiter und um 12.45 Uhr kamen wir in Váralja an, wo wir sehr herzlich und mit viel Váraljawasser begrüßt wurden. Nachdem die „Privatschläfer“ an ihre Gastfamilien verteilt waren, brachte der Bus die „Hotelschläfer“ ins benachbarte Nagymányok. Nach einer verdienten Erholungspause trafen wir uns am Abend im Telehaus. Da die Räumlichkeiten der großen Anzahl von Gästen nicht gewachsen waren, hatten die ungarischen Freunde kurzerhand ein großes Zelt im Garten aufgebaut, ausgestattet mit Bühne, Heizpilzen und einem Boden, der erst drei Tage vor unserer Ankunft betoniert wurde. Nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeisterin Èva Sziebert, Bürgermeister Werner Kalbfuß und das Organisationsteam um Thomas Güth und Klara Oláh gab es ein leckeres Abendessen und zur Unterhaltung spielte eine Nachwuchs-Musikkapelle.

Nach einer erholsamen Nacht war der Samstagvormittag zur freien Verfügung. Einkaufen auf dem Markt in Bonyhád, Sightseeing in Pécs oder einfach ein Spaziergang durch die schöne Natur rund um Váralja waren angesagt, bevor wir alle, auch die Hotelgäste, zum Mittagessen bei den Gastgebern eingeladen waren. Danach besichtigten wir den Kindergarten. Dort wurden uns von den Kindern die neuen pädagogischen Spielzeuge vorgeführt, die Dank einer großzügigen Spende seitens der Gemeinde Hahnheim und des Partnerschaftsvereins angeschafft werden konnten. Bei strahlendem Sonnenschein zog anschließend der Weinleseumzug durch Váralja. Fahnenschwinger Thomas Elter führte die Fußgruppe des Partnerschaftsvereins an, die, ebenso wie die Zuschauer, viel Spaß hatte. Dazu trug sicherlich auch der Wein bei, der an zwei Ständen kostenlos ausgeschenkt wurde. Mit den traditionellen Kreistänzen endete der Umzug an der Kulturhalle. Im Zelt am Telehaus erwartete uns dann ein üppiges Kuchenbüfett und später das Abendessen. Bis in den späten Abend spielte wieder eine Kapelle, deren Dirigent es meisterlich verstand, das Publikum zum Tanzen und Mitsingen zu animieren. Am Sonntag trafen wir uns auf dem Friedhof um den Freunden zu gedenken, die seit unserem letzten Besuch vor zwei Jahren verstorben sind. Anschließend stand dann der eigentliche Höhepunkt der Reise auf dem Programm: der Bogenwettbewerb. Nach einer kurzen, aber nicht minder abenteuerlichen Busfahrt, erreichten wir das Dorf Bikal, dessen Geschichte bis ins Jahr 1330 zurückgeht. Die größte Sehenswürdigkeit ist der Themenpark „Èlménybirtók“ (Erlebnisgut). Hier wird das Leben im Mittelalter in Ungarn auf spannende und anspruchsvolle Art dargestellt. In den originalgetreu aufgebauten Bauernhäusern und Werkstätten wird das Leben und die Arbeit verschiedener Berufe dargestellt. Außerdem gibt es den Hauptplatz mit dem Zeltplatz der Ritter, den Turnierplatz für mittelalterliche Ritterturniere und den Reitstall. Nach einem Besichtigungsspaziergang durch das Dorf wurden wir im Rittersaal mit einem üppigen Mittagessen verwöhnt. Auf riesigen Holzplatten türmten sich Fleischberge, umrahmt von Kartoffeln und Gemüse. Durch die zuvor servierte Hirschsuppe im Brotteig war es gar nicht mehr so einfach, diese Platten zu leeren. Da blieb kaum noch Platz für den Nachtisch in Form von süßem Quark-und Apfelstrudel.

In der Reithalle fand dann der Bogenwettbewerb statt, für den alle Teilnehmer schon seit Monaten trainiert hatten. Ein spannender Wettkampf, von einem begeisterten Publikum mit viel Beifall honoriert, endete mit einem Sieg für die Hahnheimer Mannschaft um Karl Jungblut. In der Pause der anschließend dargebotenen Ritterspiele wurden die Siegerurkunden verliehen und jeder Teilnehmer erhielt aus der Hand des Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Roland Elter, eine goldene Medaille. Den Sonntagabend verbrachten wir in dem sehr schönen und modernen Weingut Hetényi Pincészet in Mecseknádasd. Nach einer Verkostung der ausschließlich in Eichenfässern gelagerten Weine mundete das köstliche Wildschweingulasch vorzüglich. Dazu gab es reichlich Wein - weiß, rosé und rot. Ein Trio unterhielt uns mit vielen bekannten Liedern, die zum Tanzen und Schunkeln einluden. Eine Polonaise war der krönende Abschluss eines wunderschönen Tages.

Am Montag war dann Abschied angesagt. Bevor wir uns im Zelt zum gemeinsamen Frühstücksbüffet einfanden, hielten Pfarrer Alfred Gal und Thomas Güth eine kurze Andacht in der reformierten Kirche. Mark Herold begleitete an der Orgel. Gemeinsam gedachten wir unserem so plötzlich und unerwartet verstorbenen Vereinsmitglied und Schatzmeister Achim Cöster sowie Christel Schwamb, die unserem Verein immer nahe stand.

Nach einer nicht enden wollenden Abschiedszeremonie mit vielen Küsschen, Umarmungen und guten Wünschen startete der Bus Richtung Hahnheim, wo wir in der Nacht zum 03. Oktober um 3.00 Uhr wieder wohlbehalten ankamen.

Wir danken unseren ungarischen Freunden für die unbeschreibliche Gastfreundschaft, die Herzlichkeit und die wunderschönen Tage in Váralja.